Die Roboter kommen

Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf die Organisation

Manuelle Arbeitskräfte werden im weltweiten Vergleich immer teurer. Industrie 4.0 ist eine Möglichkeit,
Arbeitsplätze in Europa zu behalten. Ansätze bieten eine stärkere Vernetzung von Unternehmen, der Ausbau der Automatisierung oder etwa auch lokaler 3D-Druck statt einer Produktionsverlagerung nach Asien. Das bedeutet aber nicht, dass damit alle Arbeitsplätze erhalten werden. Eine Konsolidierung ist notwendig und eine entsprechende Umschulung auch.

Was bedeutet das für die Unternehmen und deren Mitarbeiter?
1. Immer mehr wird mit Hilfe von IT-Systemen gesteuert
2. Profile der Mitarbeiter ändern sich (Datenanalysten statt Stapelfahrer)
3. Führungskräfte und Mitarbeiter müssen sich den neuen Gegebenheiten anpassen

Praxisbeispiel: Eine Herausforderung für das Unternehmen und die Mitarbeiter

Ein international aktives Industrieunternehmen mit über 5.000 Mitarbeitern entschied sich bewusst dafür, weiter am Heimatstandort zu produzieren. Alternative Standortpläne in Osteuropa wurden verworfen. Das bedeutete aber auch, dass die lokale Organisation massiv verändert werden musste. Dies geschah durch den Einsatz neuer Software und massive Automatisierung (z.B. wurden klassische Gabelstapler durch fahrerlose Stapler ersetzt).

Mitarbeiter, die vorher lediglich die Produktion überwachten, mussten plötzlich auch lernen Daten zu analysieren und zu verstehen. Der Plan sah vor, auf diese Weise die Kosten zu reduzieren und die Mitarbeiteranzahl um 30% zu verringern. Des Weiteren sollte die Produktionsmenge weiter erhöht und die Produktionskosten pro Output gesenkt werden.

Wie der organisationale Wandel unterstützt werden kann

1. Nicht nur die betroffenen Mitarbeiter, auch die Führungskräfte müssen für Industrie 4.0 fit gemacht werden.

2. Change Management versucht bei solchen Projekten eine Balance zwischen arbeitsrechtlichen Vorgaben (Betriebsrat, Kündigungsschutz) und wirtschaftlicher Notwendigkeit zu erzielen.

3. Konkrete Maßnahmen wie Präsenz „on the Ground“ und offene Kommunikation erhöhen die Akzeptanz der Mitarbeiter für die Veränderung.

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