Aus eigener Kraft wachsen

Dr. Karin Stumpf, Geschäftsführerin von Acrasio,  im Interview über ihr soziales Engagement und warum sie die Initiative Grow Movement unterstützt. Sie ist Mitglied des Vorstandes von Grow Movement und berät zudem afrikanische Unternehmen als Volunteer Consultant.

IM: Was ist das besondere an Grow Movement?

Karin Stumpf: Grow Movement unterstützt Unternehmer in den ärmsten Ländern Afrikas. Das Ziel ist es, über virtuelle Beratung, Entrepreneure zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Freiwillige, erfahrene Manager sind über 6 Monate im regelmäßigen Austausch, um die lokalen Firmenbesitzer mit ihrer Erfahrung, einem offenen Ohr und kritische Analysen zu unterstützen. Im Durchschnitt werden nach jedem Projekt zwei neue Arbeitsplätze geschaffen und der Umsatz um 25% erhöht.

IM: Können Sie Beispiele geben welche Art von Unternehmen unterstützt werden?

Karin Stumpf: Die Projekte unterstützen mehrheitlich Kleinstunternehmer. In Afrika wird man selten aus Berufung zum Firmeninhaber, meist ist es die pure Not, die in die Selbständigkeit führen. Dabei werden kleine Hühnerfarmen, Bäckereien oder auch Schneidereien in Leben gerufen.

IM: Erhalten die Unternehmer auch Geldzuwendungen?

​Karin Stumpf: Die Unterstützung der Firmeninhaber ist nur ideeller Natur. Es wird Wissen, Motivation, Ideen oder einfach nur ein offenes Ohr geschenkt. Die Unternehmer werden meist durch besseres Cash Management und verbessertes Marketing erfolgreicher. Geldzuwendungen erhalten sie keine von Grow Movement.

Dr. Karin Stumpf mit Orator, die Bio-Honig vertreibt und damit Arbeit für 500 Bauern schafft

Virtuelle Beratung von Unternehmern in Afrika zur Armutsbekämpfung. Unterstützen Sie Grow Movement. 

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IM: Warum ist dieses Modell Ihrer Meinung nach besser als Geldspenden?

​Karin Stumpf: Einer meiner Kunden sagte einmal zu mir: „Das was Du mir gegeben hast, kann mir keiner wegnehmen. Im Gegenteil: was ich gratis bekommen habe, möchte ich an andere weitergeben.“ Zudem werden hier keine Abhängigkeiten geschaffen, sondern es werden Wege zur Unabhängigkeit aufgezeigt.

IM: In welchen Ländern ist Grow aktiv?

Karin Stumpf: Wir arbeiten in einigen der ärmsten Ländern der Welt: Malawi, Uganda und Rwanda. Trotz der großen Not, kann die Infrastruktur als ausreichend bezeichnet werden. Zudem sind diese Länder stabil und das Wirtschaftsleben kann trotz hoher Jugend-Arbeitslosigkeit (bis zu 80%!) ohne große Probleme vonstatten gehen. Das ist wichtig, damit die Afrikanischen Unternehmer über moderne Telekommunikationsmedien erreicht werden können und zudem nicht ständig um ihrer eigenen Sicherheit besorgt sind.

IM: Wie kann man diese Initiative unterstützen?

Karin Stumpf: Das Model kann als sehr schlank bezeichnet werden, da kein Geld oder Güter übergeben werden. Aber vor Ort arbeiten lokale Mitarbeiter, die von Grow bezahlt werden. Diese organisieren afrikanische Unternehmer, helfen bei Kommunikationsproblemen und führen, nach erfolgtem Projekt, eine Erfolgsanalyse durch. Die Mitarbeiter vor Ort werden durch Spenden finanziert. Zurzeit werden alle Spenden von einer Organisation verdoppelt: https://mydonate.bt.com/events/doubleup

Dan vor seinem Ladengeschäft, das durch bessere Lagerbewirtschaftung endlich schwarze Zahlen schreibt. 

Grow Movement ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in England. Falls Sie Grow Movement unterstützen wollen, können Sie dies durch klicken auf den folgenden Button tun. 

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